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Human Factors Chapter Berlin | November 23, 2017

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Ein Kommentar

Rückblick Barcamp 2014

Rückblick Barcamp 2014

| Am 19, Nov 2014

Impressionen
Unsere Rückschau

Angenommen das Wichtigste an einer Konferenz sind die Pausen, wie sieht dann eigentlich die Konferenz selbst aus? Und wer ist eigentlich verrückt genug sich unvorbereitet und nur mit den eigenen Gedanken bewaffnet vor eine Menge von Interessierten zu stellen und einfach mal zu erzählen, ohne Rettungsschirm à la Powerpointfolien im Gepäck ? Und gibt es eigentlich eine Konferenz, auf der derjenige “anders ist”, der sich nicht aktiv beteiligt?

Diesen Fragen ging das HFES Student Chapter Berlin 2014 beim HuMiTeC Barcamp bereits zum zweiten Mal auf den Grund. Für Kaffee war reichlich gesorgt, alles andere lag in der Verantwortung der Teilnehmer.  Das Ziel: Ein interaktives Event für Human Factors Interessierte mit unterschiedlichsten Hintergründen auf die Beine zu stellen, und das auch noch kostenlos. Dabei wurde Jedem die Möglichkeit gegeben, sich aktiv einzubringen. Wie genau, das war jedem Teilnehmerfrei gestellt; Konventionen gibt es dafür bei einem Barcamp ja sowieso nicht.

Interessierte aus diversen Disziplinen setzten sich in der ehemaligen Wärmehalle ZKU in Berlin im Oktober zusammen und entschieden gemeinsam in der Sessionplanung über die Themen des Tages. Ob nun Designer oder Psychologen, Inginieure oder Philosophen spielte bei dieser Veranstaltung erstmal keine Rolle – gemeinsam frickeln, nachdenken und vielleicht auch untypischen Gedankenkonstrukten eine Bühne geben: Darum ging’s. So konnte jeder, der mutig genug war und Lust hatte, die Barcamp-Menge mit seiner Idee oder seinem Projekt zu überzeugen versuchen und sich einen der wenigen Räume für eine spätere Session sichern. Je größer die Begeisterung, desto größer der Raum! Ob eine Diskussion über in Echtzeit adaptierte Tanzmusik, ein Workshop zu unterschiedlichen Prototyping Tools oder aber die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobilität in Metropolen – das Fahrrad als Schlüssel“ – die Themenvielfalt war so bunt wie die Teilnehmer des Barcamps selbst. Und nicht zuletzt lebt das Wochenende jedes Jahr von seiner teils entspannten und teils herausfordernden Atmosphäre – frei nach dem Motto: du hast etwas zu einem Mensch-Maschine-Thema zu sagen, zu fragen oder einfach nur loszuwerden? Völlig egal! Im Mittelpunkt steht die Unterhaltung und die Bereitschaft sich für andere Themen begeistern zu lassen! Die Verpflegung bestand aus dem obligatorisch-deluxen Barcamp-Frühstück in großer Runde, verschiedensten Doghnutsvariationen und Koffein in seiner vermutlich schönsten Form. Die wunderbare Stimmung wurde so mit vollem Magen durch die zwei Tage transportiert und die interessanten Sessions durch Trockenfrüchte noch fruchtiger. Mit steigenden Temperaturen wurden die Teilnehmer mutiger, die Sessions interaktiver und die Diskussionen lebhafter. Im Laufe einer Session über Open-Source-Wohnungsbau wurde so manch streitbares Statement zu arbeitslosen Schreinern, austauschbaren Architekten oder aber innovativen Zwischenraumlösungen hitzig ausgefochten. Ein Highlight war auch die beeindruckende Live-Vorführung „Mit Denken Lenken“ , bei der durch ein Brain Computer Interface ein Cursor durch Gedankenkraft gesteuert werden konnte – Zukunft schon jetzt erleben, oder immerhin mal darüber nachdenken.

Apropos Zukunft: Wohin soll sich das Barcamp weiterentwickeln? Die Vorteile der sympathisch-familiären Runde aus dem ersten Jahr waren auch in 2014 wieder zu spüren. Thematisch mag das Barcamp seine Nische inzwischen gefunden haben und doch lebt ein solches Event durch seine ständige Neuerfindung. Habt Ihr Ideen, was auf einem Barcamp definitiv nicht fehlen darf? Oder wollt Ihr vielleicht sogar aktiv bei der Organisation mitwirken? Dann meldet Euch jederzeit bei uns. Die Planung für 2015 hat auf jeden Fall begonnen. Und so oder so: Langweilig wird das Format dank Euch sowieso nie werden.

 

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